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Elektroantriebe

C-1 15 Sinclair C5
C-1 15 Sinclair C5

Ein frühes Velomobil / Pedelec

Der Sinclair C5 ist ein ab 1979 von Sir Clive Sinclair entwickeltes und ab November 1984 bei Hoover in Merthyr Tydfil in Wales, Großbritannien, produziertes dreirädriges Elektrofahrzeug. Sinclair glaubte, mit diesem Fahrzeug den Personennahverkehr revolutionieren zu können. Angetrieben wurde der C5 von einem Gleichstrommotor mit 250 W (0,34 PS), den man mit Pedalen unterstützen konnte. Das Fahrzeug hatte einen hinten gegabelten Zentralrohrrahmen aus Stahlblech und eine Verkleidung aus Polypropylen. Das zulässige Gesamtgewicht war 160 kg bei einem Gepäckraum von rund 40 Litern. Insgesamt sollte der Sinclair C5 mit einer Batterieladung rund 32 Kilometer weit kommen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 24 km/h. Der Fahrer saß zurückgelehnt auf einem gepolsterten Sitz, der Lenker war unter den Knien wie bei einem Liegefahrrad. Eine Federung gab es nicht. Sinclair führte den C5 am 10. Januar 1985 in Großbritannien für rund 399 bis 428 Pfund Sterling auf dem Markt ein. Verbraucherschutz- und Kraftfahrzeugverbände äußerten Sicherheitsbedenken und die Medien bemängelten den unzureichenden Wetterschutz und die geringe Reichweite. Der erwartete Absatz konnte nicht erreicht werden. Die Fahrzeuge hatten nicht die versprochene Qualität. Im August 1985 wurde die Produktion nach knapp 17.000 Fahrzeugen eingestellt und der Hersteller Sinclair Vehicles wurde insolvent. Viele der produzierten Fahrzeuge wurden später zu überhöhten Preisen von bis zu 5000 Pfund Sterling gekauft. Enthusiasten und Sammler modifizierten das Fahrzeugmodell auch mit Monsterrädern, Strahltriebwerke oder fügten hochleistungsfähige Elektromotoren hinzu, um ihre C5s auf Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h zu beschleunigen.


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